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Warum
Wasserstoff und Brennstoffzellen?
Die Wasserstoff- und Brennstoffzellen -Technologie wird in den nächsten Jahren verfügbar werden, erste Produktionen werden bereits errichtet und es wird weltweit entwickelt. Vorraussetzung für regenerative Energien ist deren Wirtschaftlichkeit. Bei massivem Einsatz dieser Technologien werden die Preise sinken. Wie labil Energiepreise sind, erleben wir ganz aktuell, obwohl ernsthafte Knappheiten noch garnicht existieren. Je mehr sich jedoch echte Knappheiten zeigen und die Einsicht für die Begrenztheit der Ressourcen wächst, um so schneller werden sich die Gesellschaften nach Alternativen umsehen - Und die beste aller Alternativen ist die Sonne! Auch wenn der Wasserstoff zunächst nicht aus erneuerbaren Energieträgern stammt, kann die Brennstoffzelle - mit Wasserstoff aus Erdgas - aufgrund ihrer guten Wirkungsgrade - zu einer Minderung der Emissionsbelastung beitragen. Die lokalen Emissionen im Verkehr könnten drastisch sinken. Zusätzlich
gehen die Geräuschemissionen zurück, denn eine Brennstoffzelle
arbeitet völlig lautlos, und Elektroantriebe sind ebenfalls sehr
leise. Besonders gut lassen sich diese Vorteile mit Stadtbussen auf
Brennstoffzellenbasis demonstrieren: Ein weiteres Gebiet für Brennstoffzellen sind Fahrzeugantriebe. Die Brennstoffzelle erzeugt im Fahrzeug elektrischen Strom für einen Elektromotor. Im Tank des Fahrzeugs befindet sich gasförmiger oder flüssiger Wasserstoff. Viele Automobilfirmen haben bereits Prototypen vorgestellt. Noch fehlt es an Wasserstoff-Tankstellen um diese Fahrzeuge in großer Zahl einzuführen.
Brennstoffzellen lassen sich in vielen Baugrößen realisieren. Es gibt sie in "Handys" oder in der Größe von Kraftwerken. Ein großes Potenzial haben kleine Hausbrennstoffzellen, die statt einer Heizungsanlage in die Keller unserer Wohnhäuser installiert werden. Sie erzeugen Wärme und zusätzlich Strom. Viele Millionen solcher Anlagen könnten große Kraftwerke ersetzen. Gleichzeitig reduzieren sie die Emissionen, weil die Brennstoffe für Strom und Wärme genutzt werden. Die Firma Vaillant zeigt hier in der Bewag Ausstellung ein solches Gerät. Die
Elektrolyse wandelt elektrische Energie in Wasserstoff und Sauerstoff:
Brennstoffzellen bilden eine wichtige Komponente in der Energieversorgung der Zukunft. Das optimale Betriebsmittel für Brennstoffzellen ist Wasserstoff. Daher ergänzen sich erneuerbare Energien, der Energiespeicher Wasserstoff und die Brennstoffzelle in idealer Weise. Die Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff (und Luft) Strom und Wärme. Auch wenn Brennstoffzellen zunächst mit Erdgas betrieben werden, ergeben sich durch ihren guten Wirkungsgrad Emissionsvorteile gegenüber konventionellen Kraftwerken ohne Wärmenutzung. Erneuerbare Energieträger unterscheiden sich von fossilen Energieträgern in ihrer Verfügbarkeit. Mal wird sehr viel Energie produziert, mal weniger oder garnichts (z.B. nachts). Um die Verfügbarkeit von Energie unserem Bedarf anzupassen, bedarf es eines Energiespeichers. Wasserstoff ist das ideale Speichermedium für Sonnenenergie. Er läßt sich aus allen regenerativen Energieträgern herstellen, die Speicherung erfolgt gasförmig oder flüssig. Wasserstoff dient als Treibstoff für Fahrzeuge und Flugzeuge und wird wie Erdgas in Pipelines transportiert. Die einzig wirklich nachhaltige Lösung aller Probleme der Energieversorgung ist die Nutzung der Sonnenenergie! Alle regenerativen Energieträger wie Windkraft, Wasserkraft, Solarthermie, Biomasse oder Photovoltaik nutzen die Kraft der Sonne. Eine auf erneuerbaren Energien basierende Energieversorgung wird ein Mix sehr vieler verschiedener Technologien sein. Energieeffizienz, lokale dezentrale regenerative Erzeugung und der Import von Sonnenenergie werden die Energieversorgung der Zukunft sichern! Über 90% des weltweiten Energiebedarfes decken wir durch die Verbrennung fossiler Energieträger. Bei deren Verbrennung entsteht Kohlendioxid (CO2). Dieses Gas trägt maßgeblich zum Treibhauseffekt und damit zur Erwärmung unserer Erde bei. In den letzten 100 Jahren ist die globale Durchschnittstemperatur um ein Grad gestiegen. Eine weitere Erwärmung ist unvermeidlich, reduzieren wir nicht die Emission von Treibhausgasen. Eine Reduktion der Emissionen erreichen wir nur, wenn wir - trotz steigendem Bedarfs - die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas reduzieren. Energie brauchen wir für viele Dinge des täglichen Lebens. Ob Kühlschrank, Fernseher, Computer, ob wir das Auto oder die U-Bahn benutzen oder einfach nur Licht und Wäme genießen, immer ist Energie die treibende Kraft. Aber Energie ist endlich! Über 90 % unserer Energie stammt aus fossilen Quellen wie Öl, Gas und Kohle. Innerhalb der nächsten 50 Jahre werden wir fast alle weltweiten Vorräte an Öl und Gas aufgebraucht haben. Es ist höchste Zeit über die Energie der Zukunft nachzudenken! Wir, in den Industriestaaten, verbrauchen fast alle Energie: 17% der Menschheit verbraucht über 60% der Energievorräte. Der größte Teil der Menschheit nimmt am globalen Energieverbrauch noch gar nicht Teil! Mehr als 2 Milliarden Menschen haben bis heute keinen Stromanschluß und die Weltbevölkerung wird sich in den nächsten 100 Jahren mindestens verdoppeln. Würden alle Menschen auf der Welt so leben wie wir, wären die Öl- und Gasvorräte in weniger als 20 Jahren aufgebraucht. Unsere heutige Lebensweise kann also kein Vorbild für die Welt sein! |
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